Finanzwissen für Haushalte · kostenlos
Ihr Haushaltsgeld im Griff in 30 Tagen
Wertblickgroup ist ein Bildungsprojekt, das Sie Schritt für Schritt begleitet: vom Monatsbudget über die 50/30/20-Regel – zugeschnitten auf den Schweizer Alltag mit Miete, Krankenkasse und Steuern – bis zum Notgroschen und zum klugen Umgang mit Schulden. Verständlich, ohne Verkaufsabsicht und in Ihrem Tempo.
- Jede Woche eine praktische Übung per E-Mail
- Kostenlose Online-Workshops für Ihre Fragen
- Reine Wissensvermittlung: keine Produktempfehlungen, kein Verkauf
4 Wochen4 Übungen, eine Vorlage und Ihre eigenen Zahlen.
Ihre Aufteilung nach 50/30/20
Die 50/30/20-Regel teilt Ihr monatliches Nettoeinkommen in drei Töpfe auf. Sie ist einfach und ein guter Ausgangspunkt – aber kein starres Gesetz:
- Grundbedarf (50 %): Miete und Nebenkosten, Lebensmittel, Krankenkassenprämien, Mobilität, Versicherungen und alles, was zwingend bezahlt werden muss.
- Wünsche (30 %): Freizeit, Restaurant, Abos, Geschenke, Ausflüge und Ferien.
- Sparen & Schulden (20 %): Notgroschen, teure Schulden abbauen, Säule 3a und mittelfristige Ziele.
Warum «angepasst»? In Zürich, Genf, Basel oder Lausanne frisst allein die Miete oft einen grossen Teil des Lohns, dazu kommen die Krankenkassenprämien. Wer den Grundbedarf trotzdem in die Hälfte zwängen will, wird schnell frustriert. Deshalb bieten wir auch die Varianten 60/25/15 und 70/20/10 an. Entscheidend ist nicht die exakte Zahl, sondern dass der Spartopf nie leer bleibt – und dass Sie ihn gleich am Zahltag füllen.
Rechnen Sie mit Ihrem monatlichen Nettolohn, also dem Betrag nach Abzug von AHV/IV/EO, ALV und Pensionskasse. Wichtig: Die Steuern werden meist nicht direkt vom Lohn abgezogen – planen Sie dafür eine monatliche Rückstellung im Grundbedarf ein. Erhalten Sie einen 13. Monatslohn, teilen Sie das Jahresnetto durch 12.
Ein geführter Plan, Woche für Woche
Jeden Montag erhalten Sie per E-Mail die Übung der Woche – mit kurzer Erklärung, Vorlage und einer kleinen Aufgabe. Rechnen Sie mit 30 bis 45 Minuten pro Woche. Vorwissen brauchen Sie keines, nur Ihre Kontoauszüge und etwas Neugier.
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Woche 1
Ihre Ausgaben unter der Lupe
Sie sammeln die Buchungen der letzten drei Monate und ordnen jede als fix, variabel oder einmalig ein.
- Fertige Vorlage mit Kategorien
- Vergessene Abos aufspüren
- Den echten Grundbedarf ermitteln
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Woche 2
Ihr massgeschneidertes Budget
Mit Ihren echten Zahlen wählen Sie die passende Aufteilung und machen daraus ein schlankes Monatsbudget.
- Wahl zwischen 50/30/20, 60/25/15 oder 70/20/10
- Kalender für Lohn, Rechnungen und Steuern
- Dauerauftrag am Zahltag
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Woche 3
Die erste Stufe der Reserve
Sie legen fest, wie gross Ihr Notgroschen sein soll und wo er griffbereit, aber getrennt vom Alltagskonto liegt.
- Erstes Etappenziel: CHF 2'000
- Ziel: 3 bis 6 Monate Grundbedarf
- Klare Regeln, wann das Geld tabu ist
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Woche 4
Schulden ordnen, nächste Schritte
Sie listen Ihre Schulden samt effektivem Jahreszins auf, wählen eine Abbau-Methode und klären, was vor dem ersten Anlageentscheid sitzen sollte.
- Lawinen- oder Schneeball-Methode
- Effektivzins und Gesamtkosten lesen
- Checkliste vor dem Anlegen
Nach den vier Wochen laden wir Sie zu den kostenlosen Online-Workshops ein: Gruppensitzungen per Videocall, in denen wir die Übungen besprechen und allgemeine Fragen klären. Es gibt dort weder Einzelberatung noch Gespräche über konkrete Produkte.
Am Montag starten
Ein erfundener Haushalt: Sandra, Marco und ihre Tochter
Die drei wohnen zur Miete in einer mittelgrossen Stadt im Mittelland. Zusammen verdienen sie CHF 8'200 netto im Monat. Ihr Grundbedarf (Miete inkl. Nebenkosten CHF 1'850, Krankenkasse CHF 780, Lebensmittel CHF 1'050, Mobilität CHF 420, Versicherungen und Kita CHF 600) beträgt CHF 4'700 pro Monat.
- Ziel 3 Monate
- CHF 14'100
- Ziel 6 Monate
- CHF 28'200
- Sparrate
- CHF 500
- CHF 2'000Nach 4 Monaten. Reicht für viele Reparaturen, ohne die Kreditkarte zu zücken.
- CHF 4'700Ein Monat Grundbedarf, erreicht nach rund 10 Monaten.
- CHF 14'100Drei Monate Reserve, bei gleicher Sparrate nach etwa 29 Monaten.
- CHF 28'200Langfristiges Ziel: Sobald das Auto abbezahlt ist, erhöhen sie die Sparrate.
Gerundete Beträge ohne Zinsen. Sie dienen nur zur Veranschaulichung der Methode.
Damit Unerwartetes keine Krise wird
Der Notgroschen ist Geld, das ausschliesslich für unerwartete und notwendige Ausgaben bereitliegt: die defekte Waschmaschine, eine Autoreparatur, die Zahnarztrechnung, die Steuernachzahlung oder eine Phase mit weniger Einkommen. Er ist weder das Feriensparschwein noch das Budget für das neue Sofa.
Wie viel brauchen Sie?
Als Faustregel gelten drei bis sechs Monate Grundbedarf – nicht Einkommen. Eher Richtung sechs Monate sollten Sie gehen, wenn Sie selbstständig sind, nur ein Lohn ins Haus kommt, Ihr Einkommen stark schwankt oder Sie für andere Personen sorgen. Wirkt der Betrag heute riesig, ist das ganz normal: Darum teilen wir ihn in Etappen auf und beginnen mit CHF 2'000.
Wo soll das Geld liegen?
Wichtig ist, dass es sofort verfügbar ist und sein Wert nicht gerade dann sinkt, wenn Sie es brauchen. Produkte mit schwankenden Kursen eignen sich deshalb nicht. Eine einfache Lösung ist ein separates Sparkonto, getrennt vom Lohnkonto, damit das Geld nicht unbemerkt im Alltag verschwindet. Achten Sie darauf, dass die Bank über eine FINMA-Bewilligung verfügt; Bankeinlagen sind über esisuisse bis CHF 100'000 pro Person und Bank gesichert.
Drei Regeln, die helfen
- Automatisieren Sie die Sparrate per Dauerauftrag am Zahltag – auch wenn es nur CHF 50 sind.
- Definieren Sie den Notfall, bevor er eintritt: unerwartet, notwendig und dringend – dann ja.
- Füllen Sie Entnommenes wieder auf, bevor Sie andere Ziele verfolgen.
Was ein Kredit wirklich kostet
Beim Vergleich von Krediten oder Kreditkarten begegnen Ihnen zwei Werte: der Nominalzins, also der reine Preis für das geliehene Geld, und der effektive Jahreszins, der zusätzlich Gebühren und Zahlungsrhythmus einrechnet. Massgebend für den Vergleich sind der effektive Jahreszins und die Gesamtkosten des Kredits – beides muss Ihnen der Kreditgeber gemäss Konsumkreditgesetz vor Vertragsabschluss offenlegen.
Die Tabelle zeigt an einem fiktiven Beispiel, wie stark die Kosten desselben Kredits über CHF 1'000 je nach effektivem Jahreszins variieren.
| Finanzierungsart | Effektivzins | Monatsrate | Kosten ca. | Worauf achten |
|---|---|---|---|---|
| Privatkredit zu guten Konditionen | 4 % | CHF 85.12 | CHF 21 | Zusätzliche Versicherungen, die den Kredit verteuern. |
| Privatkredit Standard | 8 % | CHF 86.86 | CHF 42 | Bearbeitungsgebühren und Kosten bei vorzeitiger Rückzahlung. |
| Ratenkauf im Handel | 10 % | CHF 87.72 | CHF 53 | Ist «zinsfrei» wirklich zinsfrei? Effektivzins prüfen, nicht Nominalzins. |
| Kreditkarte mit Teilzahlung | 12 % | CHF 88.56 | CHF 63 | Wer nur kleine Teilbeträge zahlt, schleppt die Schuld jahrelang mit. |
Berechnung mit gleichbleibender Rate, effektiver Jahreszins als Jahressatz. Die Zinssätze sind runde Vergleichswerte – keine echten Angebote und keine Marktdurchschnitte. In der Schweiz ist der Zins für Konsumkredite gesetzlich nach oben begrenzt.
Die Mindestraten-Falle
Zahlen Sie bei derselben Karte zu 12 % nur CHF 25 pro Monat, dauert es rund 51 Monate, bis die CHF 1'000 getilgt sind – insgesamt zahlen Sie etwa CHF 1'264. Die tiefe Rate beruhigt, kommt aber teuer zu stehen.
Lawine oder Schneeball
Bedienen Sie alle Schulden mit der Mindestrate und stecken Sie jeden zusätzlichen Franken in eine davon. Bei der Lawinen-Methode zuerst in die mit dem höchsten Effektivzins (weniger Zinskosten), beim Schneeball in die kleinste (mehr Motivation). Die beste Methode ist die, die Sie durchhalten.
Vor der Unterschrift
Vergleichen Sie effektiven Jahreszins und Gesamtkosten, lesen Sie die Bedingungen zur vorzeitigen Rückzahlung und denken Sie an das 14-tägige Widerrufsrecht bei Konsumkrediten. Kostenlose Vorlagen und Unterstützung bieten Budgetberatung Schweiz und Schuldenberatung Schweiz.
Was vor dem Anlegen kommt
Anlegen steht nicht am Anfang, sondern eher am Ende der Liste. Zuerst braucht es ein solides Fundament. Wertblickgroup empfiehlt keine Produkte, Anbieter oder Portfolios – wir helfen Ihnen, gut vorbereitet die richtigen Fragen zu stellen.
Wenn Sie den Schritt wagen, prüfen Sie in den Listen der FINMA, ob ein Anbieter bewilligt ist, informieren Sie sich bei unabhängigen Stellen und schliessen Sie nur bei einem bewilligten Institut ab.
- Ihr Budget funktioniert seit mindestens drei Monaten ohne grössere Ausreisser.
- Ihr Notgroschen deckt mindestens drei Monate Grundbedarf.
- Sie haben keine teuren Schulden mehr, etwa Kreditkarten-Teilzahlungen oder Privatkredite.
- Sie wissen, wofür das Geld bestimmt ist und wann Sie es brauchen. Auch Ihre Vorsorge (AHV, Pensionskasse, Säule 3a) kennen Sie.
- Ihnen ist klar, dass jede Anlage Risiken birgt, bis hin zum Kapitalverlust, und dass vergangene Renditen nichts über künftige aussagen.
- Sie haben überprüft, dass der Anbieter über eine Bewilligung der FINMA verfügt.
Was uns oft gefragt wird
Ist das 30-Tage-Arbeitsheft wirklich gratis?
Ja. Sie melden sich an, erhalten die vier Wochenübungen und können an den Online-Workshops teilnehmen – alles ohne Kosten. Es gibt keine versteckte Bezahlversion, und wir fragen nie nach Ihren Bankdaten.
Was genau erhalte ich nach der Anmeldung?
Eine Willkommens-E-Mail mit der Budgetvorlage, vier Wochen lang jeden Montag eine Übung und zum Abschluss die Einladung zu den kostenlosen Online-Workshops in der Gruppe, wo wir die Übungen besprechen und allgemeine Fragen beantworten.
Empfehlen Sie mir Finanzprodukte oder Anlagen?
Nein. Wertblickgroup ist ein Bildungsprojekt: Wir erklären Begriffe und Methoden, mit denen Sie Ihre Finanzen ordnen. Konkrete Produkte, Anbieter oder Anlagen empfehlen wir nicht, und wir erhalten von niemandem Provisionen. Für Anlageentscheide wenden Sie sich an ein bewilligtes Institut.
Taugt die 50/30/20-Regel auch bei hoher Miete?
Als Orientierung ja, aber angepasst. Wenn Wohnen und Krankenkasse einen Grossteil Ihres Einkommens beanspruchen, starten Sie mit 60/25/15 oder 70/20/10 und überprüfen Sie die Aufteilung alle paar Monate. Wichtig ist ein fester Sparanteil – auch wenn er anfangs klein ist.
Mein Einkommen schwankt. Passt der Plan trotzdem?
Ja. In Woche 2 budgetieren Sie mit einem «schwachen Monat» als Basis; was darüber hinaus hereinkommt, fliesst in die Reserve oder in den Schuldenabbau. Bei unregelmässigem Einkommen lohnt es sich zudem, einen Notgroschen von eher sechs Monaten anzustreben.
Wofür brauchen Sie meine Telefonnummer?
Nur für Anliegen rund ums Programm, etwa bei Problemen mit Ihrer Anmeldung oder als Erinnerung an einen gebuchten Workshop. Werbeanrufe gibt es keine, und ohne Häkchen im freiwilligen Feld erhalten Sie auch keine weiteren Mitteilungen.
Wie melde ich mich wieder ab?
Jede E-Mail enthält einen Abmeldelink – ein Klick genügt. Für Auskunft, Berichtigung oder Löschung Ihrer Daten können Sie uns zudem an schreiben.
Starten Sie am kommenden Montag
Hinterlassen Sie uns Ihre Angaben, und wir senden Ihnen das 30-Tage-Arbeitsheft: einen geführten Plan mit einer praktischen Übung pro Woche und Zugang zu den kostenlosen Online-Workshops. Per E-Mail oder Telefon melden wir uns nur in Programmangelegenheiten.
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- 4 Wochenübungen mit Beispielen
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